Der enorme Besucheraufmarsch von über 840 Personen belohnt für ein ganzes Jahr Arbeit.
Das Thema "Thorax, Lunge und Beatmung" faszinierte und wurde aus den verschiedensten Blickwinkeln beleuchtet. Von einem kurzen Update in Anatomie und Physiologie über den erstaunlichen Weg von einer Lungenembolie zum Marathon Europameister bis hin zum Schockraum- und OP-Management von Patienten mit Thoraxtrauma zog sich der Spannungsbogen.
44 Aussteller auf 300 m2 spiegelten die Vielfältigkeit der Anästhesiewelt. Als eingeladene Gäste durften wir wieder den VRS sowie neu die Stiftung für Patientensicherheit begrüssen. Die SIGA/FSIA engagiert sich auch damit für die Zusammenarbeit der verschiedenen Organisationen.
Die Bilder und Unterlagen zum Kongress finden sie in unserer Galerie
Hauptversammlung SIGA/FSIA vom Montag, 26. März 2012 in Olten
Die 2011 betreffenden Geschäfte, Genehmigung des Protokolls, Jahresberichte, Jahresrechnung und des Berichts der Revisionsstelle sowie die Entlastung des Vorstandes wurden einstimmig von der Versammlung genehmigt.
Der Präsident teilte der Versammlung die Demission von Roland Vonmoos, Vize-Präsident mit und verdankte seine Mitarbeit im Vorstand. Er bleibt als Mitglied der SIGA/FSIA management der SIGA/FSIA treu.
Der Präsident (Marcel Künzler) sowie die Vorstandsmitglieder (Susanne Gross, François Magnin, Christine Berger Stöckli, Erika Spychiger und Ueli Wehrli) wurden letztes Jahr für eine zweijährige Amtszeit gewählt.
Als neuer Vize-Präsident wird Ueli Wehrli einstimmig für ein Jahr gewählt. Nicole Krestan wird einstimmig für eine Amtszeit von zwei Jahren als Vorstandsmitglied gewählt.
Neben den bisherigen Delegierten des SBK, Monica Wicki, Roland Vonmoos und François Magnin wird aufgrund des Rücktritts von Benedikt Bauer, Ueli Wehrli als Delegierter gewählt.
Projekt Anerkennung der kontinuierlichen professionellen Weiterentwicklung (KPWE)
Marianne Riesen, Projektleiterin präsentierte den Stand des Projekts.
Das ursprünglich unter dem Namen „Re-Zertifizierung“ gestartete Projekt wird unter dem Namen „Anerkennung“ fortgeführt, da es sich bei „Re-Zertifizierung“ nicht um einen zutreffenden Begriff handelt. Die Absicht der KPWE ist die berufliche Weiterentwicklung, das Aufrechterhalten von Wissen und Fertigkeiten zum Schutz der Öffentlichkeit sowie die Entwicklung des Berufes.
Geplantes Vorgehen 2012:
Überprüfen der erarbeiteten Dokumente durch folgende Fokusgruppen:
- Anbieter von Bildungsveranstaltungen
- Führungspersonen
- Praktiker
- SIGA/FSIA education
Danach werden die Rückmeldungen integriert und die Dokumente angepasst. Anschliessend werden die Dokumente an künftigen Anwendern getestet. Der Anerkennungsprozess muss definiert und die Ressourcen für die Umsetzung müssen bestimmt werden. Zu guter Letzt muss der Prozess durch den Vorstand evaluiert werden, bevor die Hauptversammlung 2013 darüber abstimmt. Der Zeitplan ist sehr ambitioniert und muss allenfalls angepasst werden. Die Projektgruppe wird unverzüglich mit den Arbeiten beginnen.
SBK
Marcel Künzler dankte den Vertretern des SBK für die Möglichkeit die Diskussion heute zu führen.
Markus Werner, Roland Vonmoos, Erika Spychiger und Christine Berger Stöckli präsentierten die Auslegeordnung der SIGA/FSIA. Barbara Gassmann, Vize-Präsidentin SBK präsentierte die Argumente des SBK.
Eine kontrovers geführte Diskussion zu den verschiedenen Lösungsansätzen beinhaltete das ganze Spektrum von Mitgliederstandpunkten. Die Kollektivleistungen sowie die Verdienste des SBK werden in vielen Voten positiv hervorgehoben. In Frage gestellt wurde von verschiedenen Votanten das Verhältnis des Beitrags des SBK (Fr. 260.-) an die SIGA/FSIA (Fr. 40.-). Es wurde mehrfach nach einer Kompromisslösung gesucht, der SBK sollte dazu Hand bieten. Kontrovers diskutiert wurde auch das Gewicht der Fachverbände im SBK; die Sektionen sind immer in der Übermacht und lehnen die Anträge der Fachverbände ab. Verschiedene Votanten brachten zum Ausdruck, dass wir grundsätzlich Pflegende sind, die finanzielle Diskussion sollte dabei zweitrangig sein. Auf die Grösse des SBK und damit das politische Gewicht möchte die SIGA/FSIA nicht verzichten.
Barbara Gassmann, Vize-Präsidentin SBK erhielt zum Schluss die Gelegenheit Stellung zu den Voten zu nehmen. Sie vertrat die Meinung, dass nicht der SBK von früher sondern die Leistungen des SBK von heute diskutiert werden müssen. Der SBK arbeite immer verbundpartnerschaftlich, nur so könne seine Stärke voll zum Tragen kommen.
Markus Werner leitete die Konsultativabstimmung zu den von der SIGA/FSIA und dem SBK vorgesehenen Lösungsansätzen:
1.
Einwirken in der Vernehmlassung des SBK-Reglements zur Erstellung der Statuten für die Fachverbände und Sektionen.
Ziel: Besitzstandswahrung für SIGA/FSIA-Direktmitglieder bis zur Neu-Diskussion der Statuten SBK.
Ja | 15 | |
Nein | 1 | |
Enthaltungen | 14 |
2.1
Aufhebung eigener Mitgliederkategorien der SIGA/FSIA
Ja | 0 | |
Nein | 23 | |
Enthaltungen | 7 |
2.2.
SBK-Beitrag + Fr XX.- für SIGA/FSIA-Direktmitglieder
Ja | 0 | |
Nein | 20 | |
Enthaltungen | 10 |
3.
Abwarten bis SIGA/FSIA sanktioniert und allenfalls vom SBK ausgeschlossen wird.
Ja | 12 | |
Nein | 9 | |
Enthaltungen | 9 |
Markus Werner resümierte die Ergebnisse wie folgt:
Mehrheitlich befürworten die Mitglieder der SIGA/FSIA die Einflussnahme in den Vernehmlassungsprozess (Lösungsansatz 1).
Die Mitglieder der Hauptversammlung lehnen die Lösungsvorschläge 2.1 und 2.2. klar ab.
Der 3. Lösungsansatz hat eine kleine Mehrheit für sich gefunden, was so interpretiert werden kann, dass sich der SBK in dieser Sache bewegen muss (Kompromisslösung), wenn die SIGA/FSIA weiterhin ein Fachverband des SBK bleiben soll.
Planung 2012
Die Versammlung verabschiedete die angepasste Strategie 2010 – 2013 sowie das Budget 2012 einstimmig. Die Mitgliederbeiträge 2013 werden unverändert belassen.
Marcel Künzler bedankte sich bei allen Anwesenden für die intensiven und spannenden Diskussionen. Speziell bedankte er sich bei den Vertreterinnen des SBK für ihre Teilnahme an der Hauptversammlung.
Zusammenschluss SGI - IGIP
Schweizer Intensivmedizin:
historischer Zusammenschluss von Ärzten und Pflegenden
In der Schweizerischen Gesellschaft für Intensivmedizin sind ab sofort Ärztinnen und Ärzte zusammen mit den Pflegefachpersonen in einer einzigen Gesellschaft vereint.
Der zukunftsweisende Zusammenschluss wurde am Kongress vom 8. bis 10.
September 2011 in Interlaken vollzogen.
Zum ersten Mal in der Schweiz sind Ärztinnen, Ärzte und Pflegefachpersonen einer bestimmten Fachrichtung in einer gemeinsamen medizinischen Fachgesellschaft zusammengeschlossen. Diese Pionierrolle kommt der Schweizerischen Gesellschaft für Intensivmedizin (SGI) und der Schweizerischen Interessengemeinschaft für Intensivpflege (IGIP) zu. Der Vorstand der SGI hat in enger Zusammenarbeit mit dem Vorstand der IGIP die Statuten angepasst, so dass nun auch Pflegefachpersonen eine ordentliche Mitgliedschaft eingehen können. Entwicklungen und Entscheidungen werden zukünftig von Pflegenden und Ärzten partnerschaftlich getroffen.
Die IGIP hat sich an ihrer Generalversammlung am 9. September 2011 in Interlaken aufgelöst. weiter


